Kuba

 

Es gibt zahlreiche tolle Reiseziele auf der Erde! Neben Korfu, Fuerteventura und den ost-friesischen Inseln hat es mir Kuba mit seiner Lebensfreude und Vielfalt, seinen Widersprü-chen und den tollen Menschen angetan.

 

Einen Besuch der größten karibischen Insel kann ich neugierigen Menschen wärmstens empfehlen. Die ideale Reisezeit ist von November bis April, weil in diesen Monaten nicht mit Hurricans gerechnet werden muss. Auf diverse Einschränkungen sollte man sich dennoch einstellen. Auch in der Hauptstadt Havanna sind Stromausfälle und die Knappheit bestimmter Artikel oder Lebensmittel ständige Begleiter.  In der Regel haben Touristen mit Euros oder Dollars in den Taschen aber weit weniger Probleme als es bei den Einheimischen der Fall ist. Aber auch im sozialistischen Kuba ist nicht alles gleich verteilt! Kubaner haben als "Arbeiter auf eigene Rechnung" seit etwa 20 Jahren die Möglichkeit, eine Art Selbstständigkeit zu betreiben. So gibt es vor allem im Tourismusbereich viele Kubaner, die mit privaten Restaurants, Bars oder als Reiseführer oder Taxifahrer sehr gut verdienen, zumindest im Verhältnis zur übrigen Bevölkerung. Markus Lanz hat dazu vor einigen Jahren eine interessante und realistische Dokumentation gemacht, die noch bei YouTube zu finden ist. Den kubanischen Schrift-steller Leonardo Padura (siehe unten!) hat er dabei u.a. auch getroffen.

 

Vor einer Reise sollte man sich immer über das Urlaubsziel informieren. Im Grunde ist das logisch, allerdings habe ich in Kuba auch Leute getroffen, die Dinge bemängelt haben, die seit langem bekannt sind. Neben einschlägiger Lektüre, empfehle ich im Netz auch den Besuch der Seite des Auswärtigen Amtes. Dort kann man sich auch registrieren für den unwahrscheinlichen Fall, dass es während der Reise zu einer unvorher-gesehenen Krise kommt, aktuell erleben wir das ja in den VAE, in Saudi-Arabien, Kuwait und anderen Ländern des Nahen Ostens.

 

Recht angenehm und entspannt ist eine Reise auf die langgezogene Halbinsel Varadero (120-140 km von Havanna). Dort gibt es viele Hotelanlagen, die europäischem Standard sehr nahe sind oder diesen sogar übertreffen, z.B. das direkt am Strand gelegene Hotel Blau (nicht Blue!). Von der Halbinsel gibt es regelmäßige, zuverlässige Busverbindungen in die Stadt Varadero. Das Tagesticket im offenen Doppeldecker kostete 2025 fünf Euro/Dollar. In Varadero gibt es viel zu sehen und zu bestaunen! Und natürlich auch zahlreiche Restaurants, kleinere Basars und Bars, beispielsweise auch ein Beatles-Café.

 

Da Varadero sehr schön, aber eher untypisch für Kuba ist, empfehle ich gerade "Kuba-Neulingen" organisierte Touren ins Landesinnere und selbstverständlich nach Havanna. Alternativ zu den üblichen Angeboten der Reiseveranstalter oder Hotels bevorzuge ich deutschsprachige Begleiter, die einem so manches über Land und Leute erzählen. Em-pfehlen kann ich Maik Cuba (zu finden bei Facebook), mehr aber noch Alain Michel Benitez (ebenfalls bei Facebook). Alain besitzt einen rosaroten Cadillac (Pinky!), er hat für uns zahlreiche Tagestouren organisiert und diese auch begleitet. Ratsam ist es, bereits einige Wochen vor der Reise Kontakt zu Alain oder Maik aufzunehmen und die ein oder andere Tour bei ihnen zu buchen.

Kuba heute ...

"Wer Kuba verstehen will, muss Leonardo Padura lesen!" Süddeutsche Zeitung