Die Aufnahme ist im Juni entstanden, natürlich auf Korfu. Nachdem klar war, dass dieses Foto das Cover ziert, konnte ich mir im Manuskript eine ironische Bemerkung nicht verkneifen:

Mittlerweile war neben Vlachérna auch die zweite vorgelagerte Insel Pontikonisi zu erkennen – gerade mal fünfhundert Meter von ihrem Fenster entfernt. Jessica erkannte die hohen Zypressen, die die byzantinische Kapelle aus dem 12. Jahrhundert umrahmten. Sie war im vorletzten Sommer einmal für eine Stunde dort gewesen. Das reichte, denn Pontikonisi ist nicht größer als zwei nebeneinanderliegende Fußballfelder. Reiseführer und Touristen sprechen auch gern von der Mäuseinsel. In Jessicas Augen ein ziemlich kitschiges Motiv, das natürlich in keinem Korfu-Prospekt und auf keinem Buchcover fehlen durfte.

 

Manchmal halfen mir auch meine Fotos bei den Dialogen:

»Erzähl, was gibt’s Neues in Pélekas?«

»Nichts«, meinte Maria.

»Unsinn, es gibt immer etwas Neues!«

»Sag ihm«, rief Angelos, »dass es an der Zanzibar nun einen Geldautomaten gibt.«

 

(Die Zanzibar ohne und mit Geldautomat, unten rechts)

 

Natürlich war ich auf Korfu bei allen Szenen "vor Ort" und habe mich auch im Stadium genau umgesehen. Ich finde, man sollte nur das beschreiben, was man auch gesehen hat.
Leseprobe: Wenn er sich richtig erinnerte, war die Gatou mit seinem Schulabschluss pensioniert worden. Achtzehn war er da gewesen und hatte gerade die ersten Kurzeinsätze für Kérkyra absolviert. Was für ein unvergleichliches Gefühl bei seiner ersten Einwechslung vor 2.500 Zuschauern im Kérkyra Stadium. Mit windzerzausten Haaren hatte Irini auf der Haupttribüne gesessen und ihm zugewinkt, fast so stolz wie er war sie gewesen.

Mein Fußballherz schlägt übrigens für die Borussia vom Niederrhein. Ich besuche aber auch Spiele von Amateurmannschaften sowie die der Frauen des MSV Duisburg. Das Foto zeigt mich im Quiz mit unserem ehemaligen Torjäger Herbert Laumen (142 Bundes-ligatore und ein Pfostenbruch).

Efcharisto!

Auch wenn sich der Krimi hoffentlich schnell und gut lesen lässt, steckt doch eine Menge Arbeit darin. Nicht nur das Schreiben kostete Zeit und Energie, sondern auch die Recherche. Da war es schon sehr hilfreich, dass dem Autor kompetente Berater zur Seite standen.

Bedanken möchte ich mich bei Maria Tsoukis, die auf Korfu lebt und mir wirklich alle Fragen über die Insel und Griechenland beantwortet hat. Darüber hinaus gab sie mir viele wertvolle Tipps und Anregungen. Ohne sie hätte ich auch so manchen Bock geschossen, beispielsweise der Panagiota die Kurzform Pana (Windel!) verpasst. Maria Tsoukis hat vor einigen Jahren einen viel beachteten Insel-Wanderführer veröffentlicht sowie 2021 das Buch 111 Orte auf Korfu, die man gesehen haben muss. Ich bin übrigens durch eine Wunderschön-Folge über Korfu auf Maria aufmerksam geworden. Nach bislang sechs Besuchen auf der Insel kann auch ich bestätigen, dass Korfu tatsächlich wunderschön ist!

Weiterhin danke ich dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Dirk Mazurkiewicz und dem Bonner SC. Der Verein aus der Regionalliga West (leider im Sommer 2022 abgestiegen) stand meinem Vorhaben von Anfang an positiv gegenüber, obwohl er einen Bonner Erstligisten vor die Nase gesetzt bekam. Dafür hat dann der DFB-Pokal wieder einmal seine eigenen Gesetze gehabt, nicht wahr …?

Danke auch an Reiner Calmund, dem ich einige Sätze in den Mund legen durfte.

Die holländischen Flüche und Ausdrücke verdanke ich mit korrekter Übersetzung Alexandra Kleijn. Fijne groeten uit Bad Münstereifel!

Ebenfalls danke ich meiner Frau Maria fürs mehrmalige Probelesen und ihre Geduld (»Nur noch ein Satz, dann komme ich!«) sowie meinem Sohn Daniel mit seinem enormen Fußball-Sachverstand und dem auch sonst kritischen Auge.